Filme von und über Japan sowie ein Farewellflight

Filme von und über Japan

Da mein Prüfungsplan bekannt ist, plan ich fleissig meine Japanreise im Ende Januar. Geplant ist zuerst für 10 Tage nach Japan und anschliessend wenn möglich ich über den Pazifik mit Stopp in USA zurück in die Schweiz zu reisen. Meiner Japanleidenschaft geh ich in der Zwischenzeit oft im Kino nach und seh mir Filme von und über Japan an. Ich war noch nie in meinem Leben so viel im Kino wie in den letzten paar Wochen. Da war zum einen Love Hotel eine interessante Dokumentation über die Love Hotels in Japan. Bon Lin ein Film über die Otaku Szene, für nicht Otakus wie mich, etwas schwer verständlich aber spannend, und letzten Sonntag hab ich mir noch Sommererwachen angeschaut, eine wunderschöne aber trotzdem traurige Romanze über eine Schweizerisch- Japanische Liebe.

Ein toller Japan Reiseführer

Mitte letzter Woche kam dann noch ein ganz genialer Reiseführer an. Perfekt für alle Japan Grünhörner wie mich, denn die Anleitungen und Erklärungen die Jan Knüsel einem in seinem Buch „In Japan“ gibt, helfen einem im Alltag weiter. Er erklärt Japanneulingen wie mir perfekt, wie ich konstant Online in Japan bleibe, wie welche Mahlzeiten aussehen, wie man die Klimaanlage mit Schriftzeichen bedient oder warum die Japaner ein Land im Schlafmangel ist. Absolut toll sind die vielen Bilder im Reiseführer besonders zu den Mahlzeiten, endlich kann ich meinen Freunden zeigen, was mir in Japan so gefällt. Und auch ihre Begeisterung ist gross für das tolle Buch. Andere Reiseführer die einen da vor einem Kulturschock warnen, können da einpacken. Den wer Japan verstehen will, möchte keine Kulturschock sondern eine Erklärung zu den Eigenheiten und zum Land. Als Globetrotterin wünsch ich mir öfters Reiseführer die nicht auf die Sehenswürdigkeiten eingehen, sondern mich mit den Eigenheiten eines Land vertraut machen. Das Ziel hat der Reiseführer erreicht, ich hab wieder Fernweh nach Japan erhalten.

In Japanblick ins Buch

Bye Bye MD11

Damit dieses nicht ganz so schlimm wird, wende ich mich der Zwischenzeit meiner nächsten grossen Leidenschaft, der Aviatik zu. Ich hatte mal wie das Glück an Board eines Farewellfluges zu sein. Farewellflüge, sind Abschiedsflüge eines bestimmten Flugzeugtyps. Im Februar war ich bereits auf einem der letzten DC10 Rundflüge über UK und nun war es der Nachfolgertyp die MD11. Dieser Flugzeugtyp war für mich als Kind/Jugendliche der Inbegriff vom Reisen, ich durfte viele schöne Langstreckenflüge mit dem charakteristischen Dreistrahler machen, auch meine kindlichen Zeichenkünste von Flugzeugen zeigten mit einen dieser Flieger.
Die MD 11 hat ihren Erstflug in den 90er Jahren, Erstbestellerin war Finnair auch die Swissair bestellte relativ schnell diesen Jet und war die 2. Betreiberin des Flugzeuges, allerdings wurde die Produktion nach 200 Exemplaren eingestellt. Traurige Berühmtheiten erlangte der Flugzeugtyp beim Absturz der SR111 in Halifax.

Am Dienstag, den 11.11 um 15.00 Uhr fand nun der letzte Passagierflug einer MD11 statt, anschliessend gibt es diesen Flugzeugtyp nur noch als Frachter. KLM nutzte die Tatsache zu einer gross angelegten Werbeaktion auf ihren sozialen Netzwerken. Die Buchung war nur über eine spezielle Webseite möglich und der Flug war innert 4 Minuten ausverkauft. Ich hatte also grosses Glück ein Ticket ergattert zu haben. Die Vorfreude auf diesen Flug war gross. Da ich eh für 2 Tage an der FH durch diese Reise fernblieb entschloss ich mich bereits am Montagmorgen nach Amsterdam zu fliegen. Der Abflug um Basel ging bereits um 6.50 Uhr mit Easyjet was bedeutet zu Hause um 4.30 Uhr losfahren. In Amsterdam angekommen beschloss ich den ersten Tag in der Sonne die Stadt zu erkunden und noch einige Dinge einzukaufen. Selbstverständlich bin ich an zahlreichen Coffeeshops vorbeigelaufen und hab es genossen relativ Ziellos den Grachten entlang zu schlendern.

Der Dienstag gehörte der Aviatik, nach einem frühen Check out ging es an Airport bereits um 9.00 Uhr checkte ich für meinen Flug ein und ich hatte Glück einen Fensterplatz zu ergattern. KLM legte sich mächtig ins Zeugs, sie hatten extra Check in Counter und alle waren absolut top gelaunt. Anschliessend ging es per Bus unterwegs sah ich bereits die MD11, ein sehr vertrauter Anblick vom Flughafen Zürich. Im Aviatikmegastore war ich im Paradies für Fliegerfans wie mich: Flugzeugmodelle, Bücher und T Shirt soweit das Auge reicht. Ein Traum, doch da mein Handgepäck voll war gab es nur ein Buch und ein Flugzeugmodell. Zurück am Airport ging es mal zuerst was essen und danach bereits Richtung Gate, der Abflug war zwar erst später doch man sah die 12 Uhr Maschine starten und man konnte sich in Ruhe noch mit andern Flugzeugfans unterhalten. Das Boarding war per Bus, dort standen 2 MD 11, die eine für unsern Rundflug und die andere als Fotoobjekt. Jeder bekam eine Tüte mit einer Flasche Wasser, einer Safteycard sowie etwas zu Essen. Da unser Flug erst bei Einbruch der Dunkelheit zurückkam, machte ich dennoch ein paar rasche Fotos. Das Boarding war ungewöhnlich, zum ersten Mal erlebte ich wie Passagiere einen Spruch aufs Flugzeug schrieben. Das Galley (Küche) war bunt mit Girlande dekoriert. Die Stimmung an Bord war genial. Ich kannte das bereits vom Biman Bangladesh DC10 Flug, obwohl KLM im Gegensatz zur DC 10 alle 285 Sitzplätze verkaufte, konnten wir herumlaufen wie wir Lust und Laune hatten. Nach dem Start, bei dem man die 3 Triebwerke spürte, flog der Captain entlang der Holländischen Küste auf 1200 Fuss was ca. 365Meter Flughöhe entsprach. So tief und lange bin ich selten mit einem Passagierjet geflogen, alleine das war die Reise wert. Über Rotterdam bewies dann der Captain das Flieger auch höher fliegen konnte und es ging auf 5000 Fuss hoch, wohlgemerkt ohne die Anschallzeichen wieder einzuschalten. Die Crew verteilte Petit Fours mit dem MD11 Schriftzug sowie Getränke. Beim Herumlaufen erlebte ich wie die Crew versuchte ein Bolognese durch den Flieger zu machen. Da der Flieger nach diesem Flug einen ohne Passagiere vor sich hatte, verewigte man sich wo es ging. Die Stimmung an Bord war genial und die Crew war super toll darauf. So viel Spass und Fun hatte ich im einen Flugzeug noch selten. Die Aussicht war auch genial, denn die meiste Zeit des Fluges ging es relativ tief über die Niederlande hinweg. Man wollte einen unvergesslichen Abschied vom letzten Langstreckendreistahler machen. Nach der Landung war die Überraschung gross, als die DC 3 nicht mehr neben der MD 11 stand und wir nicht auf den Standplatz zurückkehrten sondern weiterfuhren. Der Grund dafür, man wollte den Zuschauern auf der Terrasse und den TV Teams noch ein tolles Bild ermöglichen. So rollte die MD11 einmal rund um den Flughafen. Vorne war die DC3, ein paar Follow me Fahrzeuge sowie ein Feuerwehrauto. Kurz vor dem Standplatz gab es noch die Wasserdusche für den allerletzten Passagierflug, als das Flugzeug stillstand stand, wartete die Bodencrew bereit und begrüsste uns an der Treppe. Beim Aussteigen haben einige noch alles das Mitgenommen was nicht richtig fix war (Gurte, Abdeckung der WC Schilder etc.), denn der Flieger geht später nach Victorville in Kalifornien auf Flugzeugfriedhof und wird dort verschrottet werden. Dass die Crew ihren Spass auf diesem Farewellflight hatte merkte man. Nach dem Aussteigen ging noch die abgestellte MD11 und DC3 besichtigen bevor uns der Bus zurück zum Terminal brachte. KLM war wie die Swissair damals ein typischer Douglaskunde, welcher alle wichtigen Typen dieses Herstellers flog. Am Flughafen Amsterdam musste ich mir nach dem Rundflug noch die Zeit todschlagen bis zum Rückflug, dass heiss Shoppingcenter besichtigen und Pizzaessen. Was mir nicht bewusste war, ist das in Amsterdam das Low-Cost –Terminal, wo Easyjet abfliegt, absolut nichts bietet und man weder ins Museum noch sonst wohin kommt, shoppen muss man also ausserhalb innerhalb hat man einen einzigen Tax-Fee-Shop.

Das Fazit der Trip nach Amsterdam hat sich gelohnt wie jeder Farewellflight und ich bereue es nächstes Weekend nicht in den Iran auf den dortigen Abschiedsflug der 747SP zu gehen, denn eines ist auf den Farewellflights sicher eine klasse Stimmung, tolle Gespräche und Bekanntschaften mit andern Aviatik Fans, wobei der eine andere auch meine Leidenschaft für Japan teilt, so ergänzen sich meine beiden Hobbys perfekt.

or my English Friends here the short English version 😉

As I got now my exams plans, I started to plan my trip to Japan in January. I will be leaving Switzerland by the end of January and will spend about 10 days in Japan and hopefully travel back over the pacific with a stop in the USA back to Europe. At home here I am more than ever in the Cinemas and watch mostly documentation movies over Japan. Last week I just got a new great guide book over Japan with a lot of beautiful pictures and a very good explanation how an Air-condition or a Japanese restaurant work. I think it is a nice survival guide for japan. With this book you get in mode for travelling. So that I don’t get bored, I travelled on November 10 to Amsterdam for the farewell flight of the KLM MD11. In January I was on the last flight of DC10 and now it was time to say goodbye to the follower aircraft type. The MD11 was for me travelling, when I travelled as a child I loved this Three Engine Aircrafts. Here in Switzerland the MD11 was a common view at the airport, it was the Longhaulaircraft oft Swissair. For Swiss people the MD11 is also a picture of the biggest tragedy in Air History, the crash of SR111 in Halifax. So I was pretty lucky to get a ticket for the final flight of the MD11 of KLM and I just even got more luck to be on the really last flight. So I decide to miss school and go for 2days to Amsterdam. The first day I walked all over the city on the second day there was only space for aviation. First I went to the aviation mega store and then I went to the Airport to the gate and watched there the take-off of the plane before us. KLM did a great job, and they made a big effort for this event. When we bored the aircraft the crew was in a very good mode, they galley was pretty nice decorated and there was feeling of party at the airplane. The captain did a great job, most of the time we were flying between 1200 and 5000 feet. The spirit on board of this fully occupied aircraft was great. It was mix between party and say goodbye to an old lady. As this was the last final passenger flight, we used the chance to put our auto grams on the overhead bins and walls. After landing we got a good a shower form the firebrigade and we got a free sightseeing tour around the airport with the DC3 and the follow me’s in front. It was a great feeling, seeing everybody waving to the airplane. After landing we had the chance to see the parked MD11 and see the Douglas Aviation history. KLM flew all Aircraft from DC2 to MD11. It was a great feeling being part of this historical flight and saying good bye on way like this to my favourite airplane.

The trip to Amsterdam was worth every single cent, the sprit on these farewell flights is like always just great, I usually meet nice people and a lot of other aviation enthusiast, and some of them share my passion for Japan, so my passion for aviation and Japan fit together like a gear wheel.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s